Montag, September 08, 2008

Leben

Sehnsüchte und Träume
begraben von Steinen,
die sich Leben nennen.

Narben, die schmerzen.
Wunden, die bluten.

Erinnerungen,
warm und schön,
eiskalt und grausam.

Alles hängt zusammen:
Leben und Tod,
Liebe und Hass,
Traurigkeit und Freude,
Glück und Schmerz.

Der Kreislauf des Lebens.
Für die Einen ein Segen,
für die Anderen ein Fluch.

Doch nie nutzlos,
auch wenn es bisweilen so scheint.

Alles fügt sich zusammen,
oder auch nicht.

Nur eines ist klar,
es kommt,
wie es kommen soll.

© Alexandra B.
entstanden 01.09.2008


Montag, Juli 07, 2008

Ruinen

Ruinen 

Langsam gehe ich durch die Ruinen, 
die einst mein Leben waren. 

überall Trümmer, Zerstörung und Staub. 

Tränen brennen in meinen Augen. 
Jeder Stein eine Erinnerung. 
Erinnerung an bessere Zeiten. 
Zeiten ohne Leid. 

Gab es diese Zeiten wirklich? 
Oder war es gar nur ein Traum? 
Nein, es war Wirklichkeit. 

Gewesen… 

Ich entdecke zwischen den Trümmern 
eine einzelne blühende rote Rose. 
Ihre Schönheit ist strahlend. 
Das einzige Leben zwischen den Ruinen. 

Schmerz, 
ich möchte schreien, doch kein Laut 
kommt über meine Lippen. 

Ich falle auf die Knie, 
die Steine sind kalt, 
die Tränen rennen unentwegt die Wangen hinab, 
halte die Rose zwischen meinen Händen. 
Das Einzige was blieb. 

Kirchenglocke läuten in der Ferne. 
Eine schwarze Gestalt erscheint hinter mir und 
spricht zu mir: 
„Komm, es ist nun Zeit für Dich zu gehen… 
Du musst loslassen.“ 

Doch ich will nicht, will bleiben. 
Versuche verzweifelt jeden einzelnen Stein 
wieder aufeinander zu setzen. 
Irgendwie muss sie doch zurückkommen – 
Die Zeit, in der die Seele lächelte. 

Die schwarze Gestalt fasst meinen Arm. 
Kälte durchströmt mich. 
„Ich will nicht, bitte lass mich hier.“ 
„Du musst loslassen, es hat keinen Sinn.“ 

Ich weiß, es gibt kein zurück. 
Ich pflückte das Letzte was mir geblieben ist. 
Und drückte sie fest ans Herz. 

Dann stehe ich auf. 
Folgte der schwarzen Gestalt 
mit schweren Schritten. 

Ein allerletzter Blick zurück… 

Und über den Ruinen 
steht nur ein einziges Wort 

„Gewesen“ 


© Alexandra B.
entstanden im Jahre 2002 


Dies ist die Originalversion meines Textes "Ruinen", den ich hier am 01. Juni geblogt habe.


Depressionen

Stumme Schreie in der Nacht verhallen unbemerkt.
Leise Tränen in der Nacht fließen unentdeckt.
Der Schmerz sitzt tief und unergründlich.
Er verschluckt einen wie die Nacht, die sich über die Welt legt.
Kein Stern, kein Mond weisen einem den Weg.
Man irrt in der Dunkelheit umher.
Man sieht nichts und fällt.
Fällt in ein großes düsteres Loch
und findet keinen Halt mehr.
Deshalb fällt man immer weiter
und wartet auf den Boden,
der einen für immer von den Schmerzen der Seele erlöst.
Doch nichts geschieht - Keine Erlösung.
Man ist einfach machtlos und fällt immer tiefer
und tiefer und tiefer ...

© Alexandra B.
entstanden im Jahr 1997
Dunkelheit und Licht 

Es ist dunkel und eisig kalt,
als ich die Strassen entlang laufe.
Das einzige Licht,
welches die Nacht erhellt,
ist das Licht,
das aus den Häusern dringt.
Ich blicke in Fenster,
und sehe in Welten,
die mir fremd sind.
Sehe nicht nur Licht, sondern
auch Wärme und Geborgenheit.
Schnell wende ich meinen Blick ab
und irre weiter
in der Dunkelheit umher.
Leise Tränen fließen über die Wangen
und brennen sich ins Herz.
Ich würde so gerne ins Licht.
Doch bin gefangen...
gefangen in meiner eigenen Kälte und Dunkelheit.
Wo ist bloß das Licht geblieben,
welches einst für mich schien?

© Alexandra B.
entstanden 18. Juli 2002 

Sonntag, Juni 22, 2008

Schöne Worte...

"Mein Innerstes"
von Karl Mayer


Tief in mich, du enges Leben,
Hast du meinen Sinn gepresst;
Willst die Worte frei nicht geben,
Innen hältst du streng sie fest.

Manchem kann ich mich ergießen
Traulich in das Angesicht;
Dort nur muss ich mich verschließen,
Wo das Herz am wärmsten spricht.

Bin ich ferne, strömt die Rede,
Nah' ich, ist die Rede fern.
Taglicht macht den Himmel öde,
Nur im Dunkeln glüht der Stern.
Das Blatt

Ein einzig Blatte noch am Baume hängt,
hat alle Stürme überlebt,
hängt wacker dort und krallt sich fest,
doch auch seine letzte Stunde hat geschlagen,
das Ende naht,
die Kräfte schwinden,
und kein winden hilft ihm mehr,
es wird fallen,
in die Tiefe,

...von dort gibt es kein zurück...

© Alexandra B.
02. Dezember 2003

Geschichte

Wie jeden Abend stieg sie mit einer dicken Decke in der Hand und einer Flasche Wein, die Treppen hinauf zum Dach.
Dort setzte sich wie immer auf ihren Lieblingsplatz und schaute zum Himmel hinauf. Die Sterne funkelten zu ihr hinab und sie seufzte.
Sie machte die Flasche Wein auf und goß sich ein Glas ein. Während sie daran nippte nahmen ihre Gedanken ihren Lauf.
Sehnsuchtsvoll schaute sie in die Sterne...

Wer würde sie wohl vermissen, wenn sie - von einem Tag auf den anderen - nicht mehr da wäre?
Für wen, war sie etwas besonders?
Wer brauchte sie?
In wessen Herz würde ihr Gehen ein Loch reissen?

Sie nahm einen großen Schluck Wein und stand auf. Sie ging nach vorne und schaute hinab zur Strasse.

"Bei keinem - Du wirst schnell vergessen sein", halte es durch ihren Kopf.
Eine ein paar verlorene Träne lief an Ihrer Wange hinab.
überall um sie herum waren Menschen, doch sie fühlte sich so einsam als wäre sie der einzige Mensch auf der Welt.

Sie schüttelte traurig den Kopf, ging zurück zur Decke, packte ihre Sachen zusammen und ging wie immer die Treppe hinunter.

Der Schmerz ging hinter ihr her.

© Alexandra B.
Irgendwann 2003
Herbstlaub

Die Herbstblätter fielen...
auf sie nieder...
als sie auf ihrem Weg durch die Alleen ging...

fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder...

Das Laub sammelte sich auf der Strasse...
sie ging wie auf Wolken,
über die toten Blätter,
die einst so voller Leben waren,
mit bitteren Tränen im Gesicht.
Das Laub
...es fiel...
auf sie hernieder
tod

fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder - ohne Halt...

...und sie ging...
immer weiter...
zum Ende des Weges,
denn sie wußte -
"es wird allen besser gehen ohne mich"...

fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder

© Alexandra B.
20. November 2003

Sonntag, Juni 01, 2008

Gedanken zur Seele



Nicht besonders lyrisch oder ein schriftstellerisches Meisterwerk, nur ein paar Gedanken...

Seelenheil

Wenn eine Seele weint,
dann trockt kein Taschentuch jemals ihre Tränen.

Wenn eine Seele schreit,
dann wird niemals jemand auch nur ein Wort hören.

Wenn eine Seele verletzt wird,
reissen tiefe, schmerzende Wunden,
aber es gibt kein Pflaster, keinen Verband,
der die Wunden verschließt.

Nur wahre Liebe kann die Schmerzen lindern,
und auch die Zeit heilt machmal Wunden,
doch die Narben bleiben...

(c) Alexandra B.,
Original geschrieben im Dezember 2003, Überarbeitet im August 2005

Eine kleine Geschichte...


Ruinen

Langsam gehe ich durch die Ruinen,
die einst mein Leben waren.

Tränen brennen in meinen Augen.
Jeder Stein eine Erinnerung.
Jeder Stein ein Teil meines Lebens.
Jeder Stein eine Geschichte...
lustige, traurige, schmerzhafte und schöne Geschichten.

Gewesen…

Ich entdecke zwischen den Trümmern
eine einzelne blühende rote Rose.
Ihre Schönheit ist strahlend.
Das einzige Leben zwischen den Ruinen.

Erinnerungen,
bittersüße Melancholie.

Ich falle auf die Knie,
die Steine sind kalt,
ich halte die Rose zwischen meinen Händen und rieche daran.
Das Einzige was von damals blieb.

Kirchenglocken läuten in der Ferne.
Eine Gestalt erscheint hinter mir und
spricht:
„Komm, es ist nun Zeit für Dich zu gehen…
Du musst loslassen.
Der Weg geht weiter, es gibt kein zurück.“

Doch ich will nicht, will bleiben, verharren - habe Angst vor dem was kommt.
Versuche verzweifelt jeden einzelnen Stein
wieder aufeinander zu setzen.

Irgendwie muss sie doch zurückkommen –
Die Zeit,
die Vergangenheit.

Die Gestalt fasst sanft meinen Arm.
Ich erschaudere...

Ich weiß, es gibt kein zurück.
Ich pflückte die Rose und
halte sie fest.

Erinnerungen bleiben... ob man will oder nicht.

Dann stehe ich auf.
Folge der Gestalt
mit schweren Schritten,
ohne zu wissen, wohin sie mich führt.

Ein allerletzter Blick zurück…

Und über den Ruinen
steht nur ein einziges Wort

„Gewesen“

Nun schaue ich nach vorne.
Gehe meinen Weg...

Sonnenstrahlen durchbrechen die Wolken
und ich weiß:
Es geht nach Hause.

(c) Alexandra B.,
Geschrieben im Jahre 2002, "aufpoliert" im Jahre 2005 und 2008



Die Klippe


Der Tag neigte sich seinem Ende, als sie einsam den schmalen Weg hinauf zu den Klippen stiegt.
Tränen rannen leis an Ihren Wangen hinab.
In einer Hand trug sie einen hölzernen Käfig, in dem ein junger Falke saß.
Vor ca. einem Jahr hatte sie ihn im Wald gefunden. Er war damals aus seinem Nest gefallen und sie hatte ihn aufgenommen. Klein und kurz vor dem verhungern, saß er damals am Wegesrand. Sie nahm ihn mit nach hause und zog ihn groß. Nun war er ein starker, kräftiger Bursche und bereit in die Freiheit entlassen zu werden.

Als sie oben auf der Klippe angekommen war, blieb sie eine Weile stehen und betrachtete den Feuerball, der langsam begann im Meer zu versinken.

Sie öffnete den Käfig und sprach zu ihrem Falken: "Flieg, meiner kleiner Freund. Fliege der Sonne entgegen und genieße fortan Deine endlose Freiheit. Eine Freiheit, die mir nie vergönnt war." Der Falke blickte etwas ungläubig, hüpfte dann aber aus seinem Verlies, breitete seine Schwingen aus und flog mit einem freudigen Schrei gen Himmel.

Ihr Kleid wärmte sie schon lange nicht mehr. Noch enger schlung sie ihren Umhang um den Körper. So verharrte sie eine Weile und blickte dem Falken solange nach, bis er aus ihrem Blickfeld verschwunden war.

Der Wind sang ein trauriges Lied. In der Ferne läuteten Kirchenglocken. Die Brandung schlug unten sanft gegen die Klippen. Die Möwen kreischten. Kreischten ein Lied, welches von der Ewigkeit erzählte.

Ihr war kalt. Seit so langer Zeit war ihr schon so unendlich kalt. Keine Decke, kein Feuer und auch nicht die Sonne konnten sie noch wärmen. In ihrem Herzen waren ihre vielen Tränen zu Eis erfroren. Der tiefe Schmerz in ihr, fraß ihre Seele auf. Sie wollte nicht mehr frieren.

Sie ging noch näher an den Abgrund heran. Die Tränen rannen noch immer und doch würden sie bald versiegen. Der Wind fuhr ihr durch das lange Haar.

Sie blickte hinauf zu den Möwen und sprach laut mit zitternder Stimme: "Meine Freunde der Lüfte, wie gerne würde ich fliegen wie ihr. Bitte erfüllt mir heute einen einzigen Wunsch. Tragt mich auf Euren Schwingen in eine andere Welt. In eine Welt in der ich wieder Wärme spüre." Die Möwen schrien. Sie breitete Ihre Arme aus und lächelte sanft. Dann flog sie los.

Flog einen kleinen Augenblick dem roten Feuerball entgegen, der gerade im Meer versank. Zum ersten Mal seit so vielen Jahren spürte sie wieder Wärme in ihrem Herzen. Dann zerschellte ihr Körper auf dem Boden.

Der Falke kehrte zurück und kreiste noch lange über ihrem toten Körper. Er sang ein Lied von tiefster Trauer.

Die Nacht legte sich über die Welt und ein neuer Stern funkelte am Horizont.


(c) Alexandra B.,
geschrieben am 30. Juni 2002

Altirischer Segenswunsch

Laß nur jene in dein Labyrinth,
die Hoffnung in den Händen tragen
und Zärtlichkeit in ihren Augen,
die Tage nicht nach Stunden messen
und ihr Herz öffnen dem Zauber
hinter den Erscheinungen -
und dabei ganz vergessen,
den Ausgang zu suchen.

Und wieder geht ein Tag zu Ende...


Trost der Nacht

Weiche Hände hat die Nacht
und sie reicht sie mir ins Bette;
fürchtend, daß ich Tränen hätte,
streicht sie meine Augen sacht.

Dann verläßt sie das Gemach;
rauschen hör' ich, sanft und seiden;
und den Dornenzweig der Leiden
zieht sie mit der Schleppe nach.

Ludwig Jakobowski (1868 - 1900)

Samstag, Mai 31, 2008

Geschichten

Die Möwe


Nördlich von Island, im Nordmeer,
sah ich sie über das Wasser ziehen,


eine weiße Möwe,
wie sie einer einsamen Felseninsel zuflog.


Sie hat es gut. Sie kann fliegen.


Wenn ich an dich denke,
dann bleibt mir nichts als meine Gedanken
und mein Herz, um bei dir zu sein.


Aber manchmal habe ich
einen seltsamen Wunsch.
Einen törichten, ich weiß.


Ich möchte irgend etwas tun,
das du in der Ferne empfindest,
möchte ein Wort sagen,
das wirklich bis an dein Ohr dringt.


Ich wär so gern ein Vogel.


Ein Vogel, der über Land und Meer,
mit einem Flügelschlag sozusagen,
zu dir kommt.


Einmal sah ich in einer riesigen Felsenschlucht
eine einzelne Möwe.


Ihr Gefieder glänzte,
als wollte sie sagen: Droben ist die Sonne!


Wie ein Engel fuhr sie herab
in die tiefen Schatten,
als wäre sie ein Bote des Lichts.


Wie diese eine kleine Möwe,
so würde auch ich gerne
dem Horizont entgegen fliegen.


Den Alltag hinter mich lassen.
Einfach frei und ungebunden,
das Leben genießen


und in deiner Nähe sein.


(c) Alexandra B.,
Geschrieben im Jahre 1998

Morgenstund

Morgenrot der Zuversicht

Ein wunderbarer Augenblick
vom stillen Glück erkoren
im Morgenrot der Zuversicht
wird immer neu geboren.

Dr. Ingrid Riedl (*1945)

Freitag, Mai 30, 2008

Gedichtesammlung...

Heinrich Heine

Das Glück ist eine leichte Dirne
und weilt nicht gern am gleichen Ort.
Sie streicht das Haar sich von der Stirne
und küßt dich rasch und flattert fort.
Frau Unglück hat im Gegenteile
dich liebevoll ans Herz gedrückt.
Sie sagt, sie habe keine Eile,
setzt sich zu dir ans Bett und strickt.

Theodor Fontane

Tröste dich, die Stunden eilen,
und was all dich drücken mag,
Auch das Schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
und es kommt ein andrer Tag.

Johann Wolfgang von Goethe

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh;
Schwarzvertiefte Finsternisse
Widerspiegelnd ruht der See.

Nun im östlichen Bereiche
Ahnd ich Mondenglanz und -glut,
Schlanker Weiden Haargezweige
Scherzen auf der nächsten Flut.
Durch bewegter Schatten Spiele
Zittert Lunas Zauberschein
Und durchs Auge schleicht die Kühle
Sänftigend ins Herz hinein.

Lieblingssong

Eben habe ich mal wieder einen meiner Lieblingssongs gehört...
Wolfsheim - Kein Zurück

Es gibt keinen Weg zurück
Weißt du noch, wie´s war
Kinderzeit, wunderbar
Die Welt ist bunt und schön
Bis du irgendwann begreifst,
Dass nicht jeder Abschied heißt
Es gibt auch ein Wiederseh´n.

Refrain:
Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es gibt keinen Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh´n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh´n.

Es gibt keinen Weg zurück

Ein Wort zu viel im Zorn gesagt
Einen Schritt zu weit nach vorn gewagt
Schon ist es vorbei
Was auch immer jetzt getan
Was ich gesagt, hab ist gesagt
Was wie ewig schien, ist schon Vergangenheit.

Refain:
Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es gibt keinen Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh´n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh´n.

Ach und könnt´ich doch nur ein einz´ges Mal
Die Uhren rückwärts dreh´n
Denn wie viel von dem, was ich heute weiß,
Hätt´ich lieber nie geseh´n.

Es gibt keinen Weg zurück

Dein Leben dreht sich nur im Kreis
So voll von weggeworfener Zeit
Deine Träume schiebst du endlos vor dir her
Du willst noch leben irgendwann
Doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange.

Refrain:
Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es gibt keinen Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh´n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh´n.

Ach und könnt´ich doch nur ein einz´ges Mal
Die Uhren rückwärts dreh´n
Denn wie viel von dem, was ich heute weiß,
Hätt´ich lieber nie geseh´n.

Donnerstag, Mai 29, 2008


Winter im Herz


Seelentränen,
blutrot und warm,
rinnen langsam in die Täler.


Wind weht,
Seelenscherben fallen klirrend zu Boden -
zerplatzte Träume, zerronnene Hoffnung.


Nur die Liebe bleibt,
heilt.


Winter im Herz,
man fühlt den Sommer sterben.


Es riecht nach Verderben,
die dunklen Wolken hängen tief,
Trauer erfüllt die Luft.


Gedankensplitter,
Erinnerung.


Kälte, überall.
Seelentränen gefrieren -
Eistränen.


Der erste Schnee fällt
und verdeckt.


Frühling...
Soweit weg und unerreichbar fern.


Doch er wird kommen, irgendwann.
Die Hoffnung wird wieder blühen.
Bäume werden wieder Träume tragen.
Zukunft wird wachsen.

Irgendwann...
Irgendwann...

...wenn die Sonnenstrahlen wieder Wärme schenken.


© Alexandra B.,
geschrieben im Jahr 2002